26. Oktober 2021

Unglaublich was ein Arzt in eine Patientenaktie schreibt

Wir erleben so allerhand, wenn unsere Kunden ihre Patientenaktien anfordern. Aber was uns eine Kollegin zukommen hat lassen, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Dazu muss man wissen: Wenn man eine anonyme Voranfrage macht, dann müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden. Dazu macht es Sinn, sich vom Arzt eine Kopie der Patientenunterlagen zu holen, damit keine Fehler gemacht werden. Dabei müssen wir immer wieder feststellen, dass in den Patientenunterlagen oft Dinge stehen, von denen der Kunde nichts wusste.

Der Arzt ist verpflichtet, dem Patienten eine Kopie seiner Patientenakte zu geben – und darf dafür nur die Kopierkosten verlangen (hier gibt es eine Zahl von 0,50 € pro Blatt), allerdings scheinen das die meisten Ärzte nicht zu wissen und betrachten die Herausgabe als Geldquelle. In unserem Artikel über Gesundheitsfragen in der BU-Versicherung findet ihr alle wichtigen Links dazu.

Eine geschätzte Kollegin hat von einem Kunden die Kopie seiner Patientenakte bekommen. Sie konnte es genauso wenig wie ich fassen, was da stand. Da fragt man sich schon, wer das eigentlich verbrochen hat – war der Arzt so dumm oder die Sprechstundenhilfe, die den Ausdruck ohne nachzudenken gemacht hat – um dafür dann fett abzukassieren. Hier ein Ausschnitt aus einer Patientenakte - so wie der Kunde sie bekam:

Ausschnitt aus einer Patientenakte

 

Fett abrechnen! Aber Hallo! Auch diesem Arzt musste erst einmal die rechtliche Grundlage übermittelt werden.

Bisher war dies der extremste Fall, den wir hatten: Ein Kunde, der inzwischen Kinderarzt ist, hat sich seine Akte geholt und ist aus allen Wolken gefallen. Er fand einige F-Diagnosen in seiner Akte (psychische Diagnosen) - von denen er nichts wusste und die auch nie behandelt wurden. Eine Abrechnung war angeblich eine Behandlung an einem Tag, an dem er definitiv gar nicht in der Stadt war und so also auch nicht beim Arzt gewesen sein konnte. Er hat es nicht geschafft, den Arzt dazu zu bringen, dies zu ändern- hier wäre eine Anzeige nötig gewesen. Wir haben es zum Glück trotzdem geschafft über eine Aktion eine Berufsunfähigkeitsversicherung für ihn zu bekommen.

Dies ist übrigens leider nicht so selten, dass sogenannte F-Diagnosen abgerechnet werden. Und das ist tödlich, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht werden soll, denn eine der Hauptursachen für Berufsunfähigkeit ist heute die Psyche - und wenn es hier schon Diagnosen gibt, winken die meisten BU-Versicherer ab.

Wenn du dich also nicht selbst mit dem Thema herumschlagen möchtest, melde dich einfach bei uns über das Kontaktformular oder noch einfacher: vereinbare einfach einen Termin hier, bei einem unserer Experten für Berufsunfähigkeit.

Judith Schmied

Beitrag von Judith Schmied, Spezialistin für Berufsunfähigkeit

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