06. August 2021

Berufsunfähigkeit oder Grundfähigkeit

Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, die eigene Arbeitskraft abzusichern. Am bekanntesten ist die Berufsunfähigkeitsversicherung, die die Fähigkeit, seinen letzten Beruf, wie er in gesunden Tagen ausgestaltet war, auzuüben absichert. Das ist auch die einzige Versicherung, die sich am Beruf orientiert und damit auch am Status, den du inzwischen erreicht hast.

 Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist aber für bestimmte Berufe nicht gerade billig und so kann es sein, dass du dich nach Alternativen umsiehst. Und da gibt es einige.

  1. Erwerbsunfähigkeitsversicherung – diese ist so definiert wie die staatliche Erwerbsminderungsrente. Du bekommst sie erst, wenn du maximal noch 3 Stunden am Tag irgendwas arbeiten kannst. Das kann jede schlecht bezahlte Hilfstätigkeit sein.
  2. Grundfähigkeitsversicherung – hier sind die Fähigkeiten definiert, die du vielleicht nicht mehr tun kannst, also du kannst zum Beispiel nicht mehr gehen, stehen, sitzen, sehen, hören, sprechen. Diese Fähigkeiten sind genau definiert – aber die Grundfähigkeitsversicherung hat nichts, aber auch gar nichts mit deinem Beruf zu tun.
  3. Dread Disease- Schwere Krankheiten Versicherung. Auch diese hat nichts mit deinem Beruf zu tun, sondern hier kommt es darauf an, ob du eine Diagnose einer schweren Krankheit hast. Welche Krankheiten abgesichert sind, hängt davon ab, was in den Bedingungen steht. Krebs, Multiple Sklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt sind solche Diagnosen, weswegen du dann die Summe Geld bekommst, die du abgesichert hast. Auch dies Versicherung kann Sinn machen, denn wenn du dich einmal umschaust, wirst auch du vermutlich Menschen kennen, die Krebs haben oder einen Herzinfarkt erlitten haben.

Wir bleiben jetzt einmal bei dem Vergleich Grundfähigkeitsversicherung gegenüber einer Berufsunfähigkeitsversicherung:

Nimm einfach mal an, du hast einen Beruf, den du sitzend ausübst. Du hast einen Unfall oder eine Krankheit, so dass du im Rollstuhl sitzen musst. Dann könntest du deinen Beruf weiter ausüben, würdest also keine Berufsunfähigkeitsrente bekommen. Aber: du würdest auch weiterhin dein Gehalt bekommen.

Die Grundfähigkeitsversicherung würde zahlen, da du nicht mehr gehen kannst. Das hat also nichts mit deinem Beruf zu tun, nur mit einer Grundfähigkeit, die du nicht mehr tun kannst.

Wann solltest du besser eine Grundfähigkeitsversicherung machen?

  1. Wenn du der Meinung bist, dass du wegen einer psychischen Erkrankung sowieso nie krank werden wirst – und meinst, dass du deinen Beruf egal wie, immer noch weitermachen kannst.
  2. Wenn du einen Beruf hast, wie Altenpfleger, Krankenschwester, LKW-Fahrer, Dachdecker usw. und dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung viel zu teuer ist und du meinst, dass psychische Erkrankungen für dich kein Thema sind.
  3. Wenn du in Behandlung bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten in den letzten 3 Jahren warst, denn dann wird es echt schwierig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.
  4. Wenn du meinst, dass du immer irgendetwas arbeiten kannst und das sicher auch tun wirst - und es dir egal ist, ob du dann weniger verdienst, als jetzt, weil du ein sehr genügsamer Mensch bist.

In allen anderen Fällen empfehlen wir eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn die sichert deinen Beruf ab und damit auch das Gehalt, das du verdienst. Und vermutlich hast du deine Ausbildung oder dein Studium auch deshalb gemacht, damit du jetzt oder später einmal ein schönes Gehalt haben wirst um dir dann auch deine Wünsche und Ziele zu erfüllen. Dass du das auch dann noch möglich ist, wenn du nicht mehr arbeiten kannst, dafür gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn du dich also nicht selbst mit dem Thema herumschlagen möchtest, melde dich einfach bei uns über das Kontaktformular oder noch einfacher: vereinbare einfach einen Termin hier, bei einem unserer Experten für Berufsunfähigkeit.

Judith Schmied

Beitrag von Judith Schmied, Spezialistin für Berufsunfähigkeit

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