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20. Oktober 2022

Berufsunfähigkeitsversicherung und Bergsteigen, Klettern: sogar ohne Risikoprüfung möglich

Die folgenden Ausführungen gelten sinngemäß für alle Risikosportarten, nicht nur für Bergsport im Allgemeinen und Klettern im Speziellen.

Im letzten Beitrag hatte ich dargelegt, warum es sinnvoll ist, als Bergsteiger*in eine Berufsunfähigkeits-versicherung möglichst früh abzuschließen. Früh heißt: bevor das Hobby Bergsteigen so ernsthaft und intensiv betrieben wird, dass bestimmte Grenzen überschritten werden: ein bestimmter Schwierigkeitsgrad beim Klettern, eine bestimmte Höhe bei Hochtouren, Skihochtouren oder auch Ländergrenzen. Hierbei vor allem europäische.

Was aber, wenn ich eine BU-Versicherung abschließen möchte und ich zum Zeitpunkt der Antragstellung schon ziemlich intensiv Bergsport betreibe? Beispiele: Beim Klettern im 8. Grad oder mehr. Alpinklettern über den 6. Grad hinaus. Oder gar Eisfall-Klettern. Skihochtouren auf 4000ern oder im außereuropäischen Ausland. 6000er (oder mehr) in den Anden (*) oder im Himalaya. Und so weiter, ihr wisst, was ich meine.

(*) Testfrage, so nebenbei: Kann man/frau in den Anden einen 7000er oder gar 8000er besteigen (nicht googlen, sondern spontan beantworten)?

Normalerweise ist das nun ziemlich ernsthaft betriebene Hobby nicht mehr ohne weiteres versicherbar. Entweder gar nicht – das heißt dann „Leistungsausschluss Bergsport“. Falls hier etwas passiert, was zur Berufsunfähigkeit führt: Pech gehabt. Oder nur mit Risikozuschlag, also einem höheren Beitrag. Höher kann hier durchaus das Doppelte bedeuten.

Die gute Nachricht: Es geht auch anders. Nämlich ohne Leistungsausschluss oder höhere Prämie. Also zum Normalbeitrag. Und das klappt deshalb, weil bei der Risikoprüfung erst gar nicht nach Risikosportarten im Allgemeinen und Bergsteigen im Speziellen gefragt wird. Und wonach nicht gefragt wird, muss man/frau auch nicht angeben. Wenn einem bei einer Bergsportaktivität etwas passiert, was zur Berufsunfähigkeit führt, muss der Versicherer leisten.

Na, wenn das so ist: Wieso schließt nicht jeder Extremsportler einen solchen Vertrag ab? Das hat mehrere Gründe:

  • Viele wissen nicht, dass es solche Angebote gibt
  • Viele Vermittler/Makler*innen wissen nicht, dass es solche Angebote gibt und/oder
  • können diese nicht vermitteln, weil dazu ein spezieller Kooperationsvertrag mit dem Anbieter abgeschlossen werden muss. Aber den bekommen nicht alle.

Dann kann es gewisse Einschränkungen geben. Das heißt, einige dieser Angebote sind zeitlich limitiert. Oder sind nur für bestimmte Berufsgruppen möglich. Oder die maximale Höhe der BU-Rente ist niedriger als bei „normalen“ Angeboten.

Den letzten Punkt erachte ich als nicht so gravierend. Erstens ist eine BU-Rente von z.B. 1.500 Euro besser als gar keine. Zweitens kann diese meistens über die Dynamik im Lauf der Jahre ordentlich hochgefahren werden. Drittens können möglicherweise 2 Aktionen kombiniert werden.

Falls alle verfügbaren Angebote dieser Art nicht in Frage kommen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Einige Versicherer setzen die Grenze, ab wann bei einem Risikosport eine Erschwernis (Leistungsausschluss, Beitragszuschlag) vereinbart wird, sehr hoch an. Eine normale Annahme ist dann auch bei intensiver Ausübung und Ausprägung möglich. Das Schöne ist, dass die Risikoprüfung online und anonym erfolgen kann, das Ergebnis also sofort vorliegt. Und es ist verbindlich!

Ich und meine Kollegen und Kolleginnen vom Finanzteam26 haben Zugriff auf die beschriebenen Aktionen und Angebote.

Und hier die Links zu thematisch ähnlichen Beiträgen:         

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Passt gut auf euch auf in den Bergen und sonstwo,

Herzliche Grüße
Jürgen Puderbach (Experte für Berufsunfähigkeit, Private Krankenversicherung und
                               Versicherungen für Bergsteiger*innen)

Hier direkt einen Online-Termin mit Jürgen Puderbach vereinbaren https://finanzteam26.de/terminsuche.html


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