23. November 2020

Berufsunfähigkeit: Was bei Allergien?

Als Versicherungsmakler mit Spezialisierung auf die Berufsunfähigkeitsversicherung wissen wir wie wichtig eine anonyme Risikovoranfrage ist.

Eine der häufigsten Vorerkrankungen die auch bei den Gesundheitsfragen angegeben werden muss, sind Allergien.

Völlig egal ob klassischer Heuschnupfen, oder Allergie auf Hausstaubmilben oder Tierhaare, die Versicherer fragen alle danach:

"Sind oder waren Sie in den letzten 5 Jahren wegen Krankheiten oder Beschwerden bei Ärzten,Heilpraktikern,Physio,Psychotherapeuten oder sonstigen nichtärztlichen Therapeuten in Beratung, Behandlung oder Untersuchung?"

oder

"Bestehen oder bestanden in den letzte 5 Jahren Krankheiten,Störungen oder Beschwerden wegen:"

-Atmungsorgane,der Lunge,Bronchien, des Zwerchfells oder wegen Allergien?

 

Wer hier jetzt "Ja" angibt, muss noch Details dazu angeben, wie:

-Beschwerden

-Medikamente

-Behandlungen

-Ursache(auf was allergisch)

Handelt es sich lediglich um einen harmlosen Heuschnupfen ohne Folgen, läuft ein wenig die Nase im Frühjahr etc. dann sehen das die meisten Versicherer nicht als Problem, doch das kann stark von den Angaben dazu sowie vom Versicherer abhängen und auch vom ausgeübten Beruf.

Es gibt strengere und weniger strengere Gesellschaften allgemein und je nach Vorerkrankung.

Im Zweifelsfall raten wir immer zu einer anonymen Risikovoranfrage. Hierbei unterstützen wir dich gerne, schreib uns einfach über unser Kontakt-Formular.

In letzter Zeit hatte ich aber auch einige Fälle mit "allergischem Asthma" , da schaut es dann schon anders aus.

Hier einmal die Ergebnisse der letzten 3 Risikovoranfragen mit allergischem Asthma:

Votum 1

Rülker Voten

Votum2

Hofmann Voten Zuschläge

*Hier wurde zusätzlich das Hobby "Bergsport" angefragt

Votum 3

Lenz Voten

*Hier gab es noch ein paar zusätzliche Vorerkrankungen die angefragt wurden

Ergebnis:

Bei allergischem Asthma hängt es natürlich auch immer vom individuellen Gesundheitszustand ab, aber wir sehen trotzdem eine grundsätzliche Tendenz in Richtung Ausschluss "allergische oder entzündliche Atemwegserkrankungen"

Doch es gab auch Versicherer die hier eine "Normalannahme" geben -> also kein Ausschluss und Allergie ist mitversichert.

Der Volkswohlbund, Canada Life und die HDI fallen hier tendenziell positiv auf.

 

brittany colette CDN2nTKfrA unsplash

Lösung:

Je nach Beruf, Alter, anderen Vorerkrankung können verschiedene Tarife Sinn machen, deshalb suchen wir mit unseren Kunden erst gemeinsam in einem Preisvergleich die Favoriten zusammen und stellen im Anschluss eine Risikovoranfrage bei den 3-5 Top-favoriten aufgrund Preis/Leistung.

Sollte hier kein Versicherer das gewünsche Ergebnis (Normalannahme) liefern, gibt es oft noch den ein oder anderen Versicherer den wir als Plan B ins Boot holen können, z.B. wegen vereinfachter Gesundheitsprüfung.

 

 

Alle aktuellen Aktionen mit Anbietern mit verkürzten Gesundheitsfragen findet Ihr hier:

Besondere Aktionen - verkürzte Gesundheitsfragen

Gibt es mal keinen Versicherer der das Risiko ohne Ausschluss versichern würde, bleibt nur die Wahl in den sauren Apfel zu beißen und trotz Ausschluss beim Favoriten zu beantragen.

Überlege dir immer, wie wahrscheinlich ist es, dass du wirklich wegen deiner Vorerkrankung die ausgeschlossen wurde, berufsunfähig werden kannst, hält sich das Risiko in Grenzen, macht die Versicherung auch mit Ausschluss noch Sinn denn es gibt noch sehr viele andere Krankheiten, wegen denen du berufsunfähig werden könntest

Alternativ können wir uns aber auch noch eine Grundfähigkeitenversicherung anschauen, hier sind die Gesundheitsfragen und die Risikoprüfungen etwas softer.

Tipps:

Wir bekommen hin und wieder auch Fragebögen zurück mit recht spärlichen Informationen zur Vorerkrankung.

Hier steht dann einfach nur "Heuschnupfen" oder "allergisches Asthma" die Details halten sich in Grenzen.

Stell dir immer vor, der Risikoprüfer, der sich die Fragebögen anschaut ist ein Mensch und der muss aus deinen Infos schlau werden und dann das Risiko einschätzen wie wahrscheinlich es ist, dass du mal berufsunfähig wirst. Um so weniger Informationen du gibst um so schlimmer stellt sich der Risikoprüfer deinen Fall vor.

Abgesehen davon ist auch die Formulierung nicht ganz unwichtig, Zauberwörter wie "Beschwerdefrei, keine Folgen, keine weiteren Behandlungen, usw..." helfen dem Prüfer, dein Risiko besser einzuschätzen und nicht zu hoch zu bewerten.

Mehr Tipps zur richten Wahl der BU-Versicherung findest du in unserem Blog

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Beitrag von Kai Schmied, Experte für Berufsunfähigkeit(Schüler, Studenten, Berufsanfänger)

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